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Günstige Cabrio-Youngtimer

Wenn die Sonne wieder rauskommt, möchte auch manch ein Fahrer eines artigen Familien-Kombis oder spießigen Midi-Vans die Frischluft genießen und spielt plötzlich mit dem Gedanken an ein Cabrio.
Muss ja nicht für lange sein – nur die eine Saison...
Wer sich jedoch nach einem preiswerten Cabrio für eine Saison umsieht, findet hier im Regelfalle nur langweilige Renault 19 oder hier und da mal einen Escort Cabrio.
Das hier sind die coolen Alternativen vom Youngtimer-Portal.de – Fahrzeuge, die zudem nach einem oder zwei Sommern vermutlich keinen Cent Wertverlust haben.

Golf I Cabrio
Der zunächst als Erdbeerkörbchen verschriene Golf Cabrio ist einer der besten Youngtimer, die man kaufen kann. Ohne Blick auf den Tachostand gibt es Exemplare für 1.000, die einen Sommer ohne Stress überstehen, richtig gute findet man schon mal für 1.500, auf jeden Fall aber für 2.000 – außer in den neuen Bundesländern.
Der Golf ist robust, vermittelt ein sehr ursprüngliches Fahrvergnügen – aus heutiger Sicht meint man in einem Go-Cart zu sitzen, allerdings im besten Sinne, denn hier ist alles sehr direkt und ungefiltert – auch die Frischluft.
Alles in allem erwarten den Golf Cabrio-Käufer auch keine schlimmen Überraschungen – schon deshalb, weil man die Ersatzteile noch an jeder Strassenecke bekommen kann – und zwar zu fairen Preisen.
Teuer ist im schlimmsten Fall das Verdeck – hier sollte also sorgfältig geprüft werden.
Ebenso Pflicht: von oben in den Motorraum blicken und auf die Faltenbälge der Achsen schauen – sind die porös oder gerissen, leiden schon mal schnell die Antriebswellen. Wer das früh genug erkennt, kann den Schaden für etwa 100 Euro pro Achse beheben – zu spät wird es leicht dreimal so teuer.
Die Motoren – mit Ausnahme des 1,5ers mit 70PS und nachgerüstetem KAT sind für die Ewigkeit gemacht. Am besten ist der 1.8er.

Mercedes SL R107
Der ultimative Hingucker, ohne Zweifel – aber natürlich bedeutend teurer als ein Golf I Cabrio. Mercedes SL in erhaltenswertem Zustand fangen bei 5.000, eher 7.000 Euro an und gehen gut und gerne bis knapp 20.000 Euro rauf.
Jedoch gilt: Verkauft man den Wagen nach dem Sommer wieder, bekommt man das Geld wieder – Wertverlust kennen diese wundervollen Automobile nicht – eher im Gegenteil. Der von den frühen 70ern an bis immerhin 1989 gebaute Mercedes Benz SL ist so etwas wie das Monument der totalen Zeitlosigkeit und schon dadurch finden sich immer Interessenten für dieses fantastische Gefährt.
Die möglichen teuren Mängel sind zahllos und entsprechen im wesentlichen denen der Modelle W116, W123 und W126. Das Verdeck ist extrem robust – viele Wagen verfügen darüber hinaus über Hardtops.
Viele ältere Modelle haben darüber hinaus nachgerüstete G-Katalysatoren. Vorsicht ist hier beim 380SL geboten, der diese nachträgliche OP am offenen Herzen häufig mit Überhitzung rächt. Die empfehlenswerteste Motorisierung ist der 300SL der letzten Jahre, gerne auch der grundsolide 280er Reihensechszylinder.

Suzuki SJ410 / 413
Kein Youngtimer setzt schneller Rost an, als der Suzuki SJ410 / 413, später auch Samurai genannte japanische Jeep. Jedoch: nur selten wird das zum Problem. Primär rosten Radkästen und Stoßstangen – ebenso die schmucken Stahlräder. Das erstaunlichste daran ist eigentlich die schier atemberaubende Rostgeschwindigkeit – dennoch: auch für Anfänger ist das Problemlos mit Schmirgelpapier und einer Dose Lack zu beheben, keine Angst.
Das Cabrio-Feeling des Suzuki-Jeeps ist einfach phantastisch – kaum ein Auto ist offener – zudem können bei Bedarf Scheiben geklappt und Türen ausgehängt werden.
Die 60-70PS des 1,3 Liter Motors reichen in dem Fliegengewicht für großen Cabrio-Spass voll und ganz aus – den 410er mit seinen gerade mal 45PS sollte man hingegen im heutigen Verkehr nicht mehr guten Gewissens bewegen.
Die Preise für das Suzuki Cabrio beginnen bei 1.500 Euro für anständige Modelle – die einfache Mechanik gestattet es auch weniger kundigen Zeitgenossen, sich ein Modell ab 800 Euro zu kaufen, das eine Saison bequem hält.
BMW 3er E30 Cabrio
Der kleine BMW der 80er Jahre ist eines der besten Autos dieser Zeit. Bis heute wirkt er im Alltag ausgewogen, kernig und qualitativ so hochwertig, dass auch betagte Modelle durchaus noch ein guter Kauf sein können – vorausgesetzt der oder die Vorbesitzer waren keine Hobby-Tuner.
Die Mängel des 3er sind die der normalen Limousine – sie sind bekannt und grundsätzlich halbwegs kostengünstig zu beheben. Das beste jedoch: sie treten eher selten zutage, da die Verarbeitungsqualität des 3er BMW sagenhaft ist.
Die Sechszylinder machen den meisten Spaß, der 4 Zylinder im 318i ist anspruchsloser und billiger zu haben.
Der Freiluft-Fahrspaß ist ausgezeichnet, die klassische gerade Linie des E30 Cabrio ein Gedicht. Für einen offenen BMW E30 legt man ab 3.000 Euro an, weniger ist eher selten, mehr auszugeben ist kein Problem.


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