Obwohl es aus heutiger Sicht unvorstellbar erscheint: Ende der 60er Jahre war VW am Ende. Der Konzern, der im eigenen Saft seiner Monokultur ein ein grauenerregendes unzeitgemäßes Heckmotor-Modell nach dem anderen auf den Markt warf, galt als beinahe tot.... Wäre da nicht die Rettung in Form des Audi-Erbes gekommen. Tatsächlich war der erste Passat faktisch ein Audi 80, wie er im Jahr zuvor erschienen war, lediglich mit anderen Heck. Wer hier beim Ersten Modell Variabilität vermutet, sieht sich jedoch getäuscht - bis 1974 gab es am dafür prädestinierten schrägen Heck nur eine kleine Ladeluke... Erst ab 1975 gab es - gegen Aufpreis - die große Klappe, die erst ab 1981 mit der zweiten Auflage des Passats Bestandteil der Serie wurde.  Die bis dahin gebauten Passat sind heute ziemliche Mangelware, typische Verbrauchsautos der Mittelklasse. Speziell die im Unterhalt sehr günstigen Modelle mit 1,3 Liter 55PS Benziner und dem Dieselmotor mit zunächst 1,5 Litern und 50PS, schließlich1,6 Litern, 54PS und ausgezeichnetem Drehmoment, wurden ziemlich schnell verheizt. Die Modelle bis 1981 wurden zudem ziemlich stark vom Rost angenagt - hiervon verschonte Modelle sind selten, teuer sind sie jedoch nicht wirklich. Der als eher langweilig angesehene Passat ist in gutem Zustand als Modell vor 81 zwischen 600 und 1700€ zu bekommen, die billigeren Modelle sollte man im Regelfalle meiden. Als typische Schwachstellen sollten untersucht werden:Auspuff Schweller-Rost Rost unterhalb der Frontscheibe in Richtung Motorraum [hier sammelt sich Laub und verhindert den Abfluß von Wasser]Verschlissene RadlagerVerschlissene Antriebswellen Antriebswellen des frühen Passat gehen eigentlich in Regelmäßigen Abständen hinüber - Fahrstil hin oder her. Pflegen sollte man daher vor allem die Faltenbälge, die die Wellen umgeben und von oben gut einsehbar und erreichbar an der Achse liegen. Wer diese regelmäßig fettet, vor allem vor dem Winter, verhindert, dass diese porös werden und erspart sich eine Reparatur, die zwar keine teuren Teile erfordert, aber einige Stunden dauert.  Das Modell ab 1981, der sogenannte 32B, ist deutlich robuster - in allen Bereichen. Der Rost unterhalb der Frontscheibe ist allerdings auch hier ein Thema - ebenso im Bereich der Heckklappe. Der Wagen, der vor allem als Kombi extrem beliebt war und bis 1987 gebaut wurde, hatte durch breitere Spur und längeren Radstand derartig gewonnen, dass man ihn auch heute noch sehr zeitgemäß im Strassenverkehr bewegen kann - das gilt im übrigen auch für die Motorisierungen mit 55 und 60PS, da der damalige Passat noch ein echtes Leichtgewicht [ab 845 Kilo] war. Die Modelle dieser Reihe werden derzeit ab etwa 100€ verschenkt und dürften als einer der besten Gebrauchswagen dieser Zeit gelten - ihr Youngtimer-Charme wird sich erst in etwa 2-3 Jahren entfalten. Wer sich heute nach einem Passat als günstigem Youngtimer umsieht, sollte sich gezielt nach der Schrägheckversion umsehen, mit der im Regelfalle von Familienvätern deutlich pfleglicher umgegangen wurde wie im Falle der Kombis. Interessant aus heutiger Sicht auch: Der noch seltenere Santana
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