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zurück Kaufberatung > Porsche > 928
ungewöhnlich dimensioniert für einen Zuffenhausener... Als der Porsche 928 1977 erschien, blieb so manchem Motorjournalisten zunächst einmal der Mund offen stehen. Mit Porsche schließlich verband man traditionell kleine, gut am Leib sitzende Fahrzeuge, die schon im Stand Dynamik ausstrahlten.
Die erste Variante des 928er hingegen strahlte, überspitzt gesagt, nicht einmal dann Dynamik aus, wenn sie sich bereits bewegte.
Objektiv war das natürlich Blödsinn - aus satt eingeschenkten 4,5 Litern Hubraum schöpfte der Porsche 928 240PS; der hektisch nachgeschobene 928S brachte es sogar auf 300PS - exakt dieselbe Leistung, die ein zeitgenössischer 911 Turbo auch zu realisieren imstande war - der jedoch wog dabei etliche 100 Kilo weniger und verzichtete konsequent auf überflüssige Speckanätze, während die Fettleibigkeit des 928 eher für Spot sorgte.
Ein 928er der ersten Serie - die 240PS reichten Subjektiv kaum, um den Wagen zu bewegen.... Dass er dennoch bis weit in die 90er hinein gebaut wurde, verdankte er jedoch nicht nur seinem Porsche-Symbol auf der Haube. Der heckgetriebene Sportwagen mit Frontmotor verfügt auch für heutige Verhältnisse noch über eine hervorragende Strassenlage und ist im Grenzbereich deutlich besser zu handhaben, als es der hecklastige 911.
Das wahre Metier des 928, speziell der späteren Modelle mit nochmals deutlich erhöhter Leistung, ist die linke Sput gestreckter Autobahnen. Hier kommt der Abrollkomfort der schweren Karosserie voll zur Geltung.
Auf Landstrassen hingegen, versucht man auch nur, mit einem zeitgenössischen Golf GTI oder auch nur einem Porsche 924 der frühen 80er mitzuhalten, eskaliert der Verbrauch auch ohne allzu großes Engagement des rechten Fußes ganz schnell auf 20, 25 oder mehr Liter - vom Ölverbrauch des fetten 8Zylinders einmal ganz zu schweigen, der jenseits der 150.000 Kilometer erfahrungsgemäß noch einmal deutlich zunimmt.
innenraum eines späten 928ers mit liebevoller Ausstattung - an die Lage der Handbremse muss man sich sehr gewöhnen Auch sonst ist der Unterhalt eines 928ers keine Freude. Einige Versicherungen weigern sich, den Wagen gegen Kasko-Schäden zu versichern. Die, die ihn nehmen, lassen sich das mit mittleren 4stelligen Summen jährlich belohnen. Ersatzteile sind ebenso auf sattem Porsche-Niveau.
Und davon braucht der 928er mehr als seine Brüder wie etwa der 924 oder der 944. Speziell die Auspuffanlage bereitet hier oft Mühe und verschlingt auch vierstellige Summen.
Neben der teuren Auspuffanlage gilt es zu achten auf folgende Mängel:
  • nicht funktionierende Klappscheinwerfer
  • Rost an Schwellern und Achsaufnahmen sowie den Aufnahmen des Wagenhebers
  • Rost hinter den Stoßstangen
    Speziell letztere Erscheinung ist ein ganz spezielles und sehr schnell teures Problem der 928er Baureihe, das Porsche bis zuletzt nicht im Griff hatte. Die Front- und Heckpartien waren so angelegt, dass sie aufgrund ihrer Verformbarkeit einen Stoss bis 8 KM/H angeblich problemlos wegstecken konnten. Das stimmte im Prinzip - das Problem war vielmehr, dass sie auch Stösse bis rund 15 KM/H optisch mühelos ausgleichen konnten, sich das Blech hinter den Bumpern jedoch verformte und zu rosten begann, ohne, dass dies von Aussen bemerkt wurde.
    porsche 928 vor angemessener Kulisse Speziell bei Garagenfunden, die lange gestanden haben, gilt es deshalb, diesen Punkt penibel zu überprüfen. Hier lohnt sich der Weg in die Fachwerkstatt...
    Dies gilt eben auch für den gesamten 928: lieber ein paar Euro mehr investiert, lieber einmal mehr in die Werkstat gefahren, bevor es gleich 6, 8 oder 10.000 Euro kostet, den Wagen wieder herzurichten.
    Youngtimer-Portal.de Tip: Für Einsteiger ohne gesicherte Finanzdecke ist der 928 vollkommen ungeeignet - lieber zu den kleineren Modellen 924 oder 944 greifen oder zum deutlich überraschungsärmeren 6er BMW.

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