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Kaufberatung > Opel > Manta |
Schon zu Lebzeiten war der Manta ein sehr geschätztes Fahrzeug, das erst in den letzten Tagen seiner Existenz unrühmliches Opfer dümmlicher Szene-Witze und noch dümmlicherer Filme mit ebenso debilen Akteuren und Rahmenhandlungen wurde. Aber er hat überdauert – und zwar in großen Mengen. Das Modell B, das immerhin von 1975 bis 1988 gebaut wurde und damit der Opel mit der längsten Bauzeit war, setzte auf simpler und zuverlässiger Technik der Mittelklasse auf und verpackte diese solide Großserientechnik des Ascona B, wie bereits das Vorgängerpaar Manta und Ascona A, unter einer sportlicheren Karosserie, ohne dabei wirklich sportlicher zu sein, als das jeweils biederer wirkende Limousinen-Pendant. Die Palette der lieferbaren Motorisierungen begann beim heute unfassbar winzigen 60PS-Motor aus dem Kadett und reichte bis zu den Rekord-Motoren mit 110PS im 2.0, zuletzt 115PS im Serientrimm, hinauf. Der Fantasie waren jedoch keinerlei Grenzen in dieser Hinsicht gesetzt: Motoren mit über 3 Liter und weit über 200 PS konnte man in den 80ern bei einem Dutzend anständiger Tuner erwerben.Die meisten von ihnen haben es nicht bis in die Neuzeit geschafft.... So leider auch viele andere der Opel-Coupes: Sobald Spoiler, Alus und Momo-Lenkrad montiert waren, der Sportauspuff montiert und endlich alles Klischees erfüllt waren, raste man im jugendlichen Übermut gerne mal gegen den Baum. Daher gilt aus heutiger Sicht eine erstaunliche Erkenntnis: Die Mantas, die überlebt haben, waren sehr lange in sehr guten Händen – häufig von typischen Verwaltungsfachwirten, deren Kinder aus dem Haus waren und dadurch endlich ein „sportlicheres“ Auto ermöglichten. Das macht die Suche nach guten Exemplaren erstaunlichleicht: die, die noch leben, sind im Regelfalle von guter Substanz. Dank der damals noch sehr überschaubaren und zuverlässigen Großserientechnik ist der Manta leicht zu warten, billig im Unterhalt und einer der idealen EinstiegsYoungtimer, an dem man auch mal selber Hand anlegen kann. Typische Mängel sind: unkritischer Rost an den hinteren Radläufen Rost an Einstiegen und an den Schwellern hinter den Türen schadhafte Lenkgetriebe ausgeschlagene Stoßdämpfer Rost am Tankstutzen Rost an den Stoßdämpferaufnahmen Letzteres ist ein Problem, das aus heutiger Sicht einen lächerlichen Grund hat: Viele Spinner bauten die Aufnahmen falsch herum ein – mit wenig aufwand konnte man den Wagen so wenige Millimeter tieferlegen – mittelfristig richtete das Karosserie und Fahrwerksteile hin und sorgte für erhöhte Belastungen, der die Karosserie nicht gewachsen war. Die Marktlage wird immer kritischer, Ausser in Norddeutschland und den neuen Bundesländern sind Mantas zwar noch in ausreichenden Mengen und Qualität zu bekommen - die ersten erhaltenswerten Exemplare gehen ab 1.900€ über den Tisch - richtig gute Exemplare liegen um 4.000€.
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