|
 |
zurück
Kaufberatung > Opel > Kadett |
Der Kadett C, gebaut von 1973 bis 1979, war eigentlich weder ein hübsches, noch war er ein besonders gutes Auto. Zwar war die Technik ausgesprochen Simpel und stammte größtenteils noch vom B-Modell [65-73], der Innenraum war vergleichsweise winzig, wenig flexibel und speziell im Bereich des Armaturenbretts nicht gerade ein Ausbund an Schönheit. Dennoch hatte der Kadett C schon zu Lebzeiten einen regelrecht abartig großen Freundeskreis - jedoch leider vor allem im Bereich der Hintehoftuner, was ihn aus heutiger Sicht nur wenig interessant erscheinen lässt: 70% der noch erhältlichen Modelle sind brachial verbastelt, 20% verrottet und die restlichen 10% gut erhaltener Exemplare im Originalzustand im Regelfall geradezu brutal überteuert. Hinzu kommt: Die Ersatzteillage im Karosseriebereich ist nicht berauchend und ebenso teuer wie die Modelle selbst. Tragende Teile kann man sich zur Not bei den bis 1982 importierten Chevette-Modellen borgen, die im wesentlichen baugleich, dennoch eher selten sind und eine ebenso hohe Neigung zu Rost im Bereich der Schweller haben, wie zu Problemen mit den Achsen und der Kardanwelle neigen.
Ab 1979 baute Opel mit dem Kadett D den ersten frontgetriebenen Wagen der Firmengeschichte. In vielen Bereichen spürt man die mangelnde Erfahrung der Rüsselsheimer leider: Die Regentraktion des Kadett D ist eine Katastrophe, die Antriebskraft zerrt stets uncharmant an den Rädern und beeinflusst die Lenkung unangenehm, das Rückstellmoment ist ebenso schlecht gedämpft wie die Haltekräfte in Kurven hoch sind. Die Karosserie des Kadett D, der bis 1984 in verschiedensten Motorisierungen bis hinauf zu 115 PS im GT/E vertrieben wurde, ist bedeutend solider und verwindungssteifer als die seines Vorgängers - darüber hinaus durch das vom Golf kopierte Raumkonzept deutlich variabler.
Die Kombis bieten auf relativ geringer Verkehrsfläche einen für damalige Verhältnisse üppigen Raum, fielen jedoch im Regelfall schnell in lieblose Hände und sind äußerst selten geworden. Gepflegte Rentnerexemplare des Kadett D sind derzeit dennoch zu EXTREM günstigen Preisen ab 100€ zu haben und können größtenteils schon mit dem 07er Kennzeichen betrieben werden. "Wie-Neu"-Exemplare liegen selten über der 1000€-Grenze - hier ist langsame aber stetige Wertsteigerung sicher - dennoch liegt kein besonders breites Angebot vor, da der Kadett D zu Lebzeiten wenig gepflegt wurde - das Volk zahlte schon in den frühen wie späten Achtzigern lieber überteuerte Preise für das Vorgängermodell, da der wenig emotionale Kadett D sich deutlich schlechter für bizarre Umbauten eignete. Für den Kadett D spricht, dass man die wesentlichen technischen Komponenten noch lange im Nachfolgemodell Kadett E kaufen konnte, der derzeit das billigste Kompaktauto auf dem gesamten europäischen Markt sein dürfte und häufig sogar verschenkt wird. Selbst die Sitze und ähnliches sind begrenzt kompatibel - ein allzu großes Risiko geht man mit dem Kauf eines Kadett D also nicht ein - zumal: wer technisch etwas dazu lernen möchte, findet hier eine hervorragende Basis, die eine oder andere Arbeit einmal selbst zu erlernen. Achten sollte man typischer Weise auf: Verschlissene Antriebswellen und Manschetten[speziell D] Rost an den Schwellern Moder und Rost unter den vorderen Fußmatten Bei Kombis und 5Türern auf Rost an den hinteren Federbeinaufnahmen Für letzteres gilt dann: Finger weg! |
|
 |
| Unsere Empfehlungen |
 Die guten Youngtimer - die schlimmen Roster - Alle wichtigen Youngtimer im Test. Die umfassende
 Youngtimer- Kaufberatung
|
 |
| Youngtimer-Portal-Tip |
 |
| |