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zurück Kaufberatung > Mercedes Benz > G-Klasse
Die G-Klasse verhält sich zur M-Klasse heute wie die S-Klasse immer schon zur E-Klasse – eigentlich braucht niemand ein größeres, komfortableres und luxuriöseres Fahrzeug als die E-Klasse – dennoch übt die S-Klasse diesen magischen Reiz aus....
Selbst oll und schlecht oder garnicht restauriert, ist die G-Klasse so teuer wie einer der modernen neuer Off-Roader oder Nobel- SUVs
Für diese Summen erwirbt man jedoch einen Wagen, der schon seit 1979 [!] auf dem Markt ist und somit im Prinzip schon neu als Youngtimer durchginge, wäre hier nicht die unfassbar gründliche Modellpflege von Mercedes Benz, die den Mercedes G heute ebenso zeitgemäß, im Detail gar zeitgemäßer erscheinen lässt als vor über 20 Jahren.
Die ersten 12 Jahre seines Lebens nämlich hatte der Mercedes der G-Klasse nur den zuschaltbaren Allrad-Antrieb konventioneller Bauart – erst 1991 kam mit der Baureihe 463 der permanente Allrad-Antrieb hinzu. Die Modelle davor sind heute als Youngtimer viel cooler - durchströmt sie doch der charmante Touch von Nutzfahrzeug.

Mit dem kommt der G wirklich überall hin – Ausstattungsoptionen mit Sperren und größeren Rädern lassen dieses Verhalten auf das Niveau guten militärischen Materials anwachsen – während sich die Insassen eines Komforts wie in der limousinalen Oberklasse erfreuen und dabei noch durch die nahezu senkrecht stehende Scheiben den entschieden herrschaftlicheren Ausblick geniessen.
Ecken, Kanten und rechte Winkel fordern jedoch ihren Tribut – so ist die G-Klasse grundsätzlich weder schnell noch sparsam. Bei vergleichbarer Motorisierung legt man gegenüber der moderneren ML-Generation aus demselben Hause immer nochmals 1,5 bis [bei hoher Geschwindigkeit] 4 Liter drauf.
Die Windgeräusche sind zwar beeindruckend gut gedämpft – leiser ist dennoch die M-Klasse. Auch im Bereich der Nutzung des Innen- und Gepäckraumes steht der M dem G in nichts nach – eher im Gegenteil.
Der G verfügt zudem über ein Manko seiner frühen Geburt: die Hecktür ist zwar spektakulär hoch – leider jedoch extrem schmal – manches, was im Innenraum Platz hätte, geht einfach nicht durch die Tür...

Dennoch: neben dem Land oder Range Rover und dem LandCruiser 70 ist der G nach wie vor die herrschaftlichste Möglichkeit, einen Geländewagen-Youngtimer zu fahren.
Worauf sollte man achten?
Frühe Exemplare der G-Klasse rosten schneller, als sie fahren – erst 1986 tritt Besserung ein. Die frühen Modelle der G-Klasse vor 1991 sind nicht so viel preiswerter, wie sie schlechter als die neueren Modelle sind. Innenausstattung, Ambiente, Solidität, Motorisierung, Strassenlage, Isolation – alles ist an den späteren Modellen ausnehmend zeitgemäßer. Modelle mit geringer Laufleistung und Städten oder Gemeinden als Vorbesitzer sollte man meiden.
Preise
Jenseits von gut und böse und ein bisschen mehr. Wer meint, ein gutes Modell für 3.000€ aufgetrieben zu haben, merkt nach spätestens 3 Monaten, dass es eine gute G-Klasse für dieses Geld einfach nicht gibt. Alte Modelle darf man NIE ohne frischen TÜV kaufen. Gut erhaltene Exemplare mit sechsstelliger Laufleistung sind nicht soooo viel billiger als neue – der Zustand zählt mehr als Alter und Laufleistung. Die Schwacke-Bewertung kann hier nicht einmal als Richtwert dienen.
Lebenserwartung
Bei gescheiter Pflege – wie bei jedem Benz – im Prinzip unbegrenzt, vor allem ab ´91. Die 230er Maschine hält im G kürzer als in anderen Modellen, der 300er Turbodiesel macht hin und wieder thermische Probleme.

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