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Kaufberatung > Ford > Sierra |
Als der Sierra Ende 1982 auf dem Markt kam, war er neben dem Audi 100 und dem Mercedes 190 der dritte Designschocker des Jahres. Hatte der Vorgänger Taunus noch gewirkt, wie von einem 4jährigen mit einem Geo-Dreieck designed, so schien der Sierra beinahe aus einem anderen Universum zu stammen. Die einen mochten sich mit dem Design nicht recht anfreunden, die anderen konnten nicht recht glauben, dass Ford in der Mittelklasse nach wie vor auf Heckantrieb setzte, während Passat und Ascona die Vorderräder antrieben. Gut: die Historie gibt den Fronttrieblern recht. Aus heutiger Sicht muss man allerdings sagen: Na und?
Wie auch für den Taunus gilt heute für den Sierra: dank spießiger Vorbesitzer sind viele gut erhaltene Exemplare des bis 1993 gebauten Sierra vorhanden – und zwar mit nahezu allen Motorisierungen, jedoch nicht in allen Karosserievarianten.
Vom Sierra Kombi haben nicht allzu viele überlebt, der 2Türer ist extrem selten geworden. Die besten Exemplare sind die Stufenheckversionen.
Die bestmögliche Motorisierung für den Ford Sierra ist der 2 Liter 4Zylinder mit Kat und 120PS, den man allerorts noch zu Super-Preisen bekommt.
Höchstpreise werden heute für den XR4i gezahlt – 5.000 Euro sind hier eher die Regel, während für die normalen Exemplare zwischen 500 du 2.000 Euro aufgerufen werden.
Ein absolutes Schmankerl ist der Sierra in seiner späten Version mit satten 2900 Kubik und 6 Zylindern und gerade mal 145PS – dieser Sierra strotzt nur so vor Drehmoment und ist ausgezeichnet mit Automatik zu konbinieren. Wer so einen findet, sollte ihn behalten.
Typische Schwachstellen:
Auspuff
Geräusche beim Bremsen
Geräusche von der Kardanwelle
Kunststoffgeruch im Motorraum
Ansonsten ist der Ford Sierra ebenso solide wie fahraktiv und erlaubt noch ein unauffälliges Mitschwimmen im Verkehr. Schon den normalen Modellen ist Wertsteigerung sicher – steil bergauf gehen die Preise der Serie bis 1986, die man am gerippten Kühler erkennt, wärend die späteren Exemplare eine glatte Kühlermaske aufweisen.
Klar sollte hier jedoch auch sein: die späten Sierra sind heute qualitativ die besser Wahl, ebenso ist die Ersatzteilbeschaffung hier noch gesichert. Nur wirkliche Fachmänner sollten sich an den heute bereits obszön teuren Sierra Cosworth trauen. Allein die komplexe Einstellung kostet schnell mal 250 Euro - Kurzstrecke tötet den Motor...
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