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Der Escort ist zum gegebenen Zeitpunkt als Youngtimer leider kaum geeignet: Das erste Modell ist entweder verro[s]tet oder im Museum, das zweite Modell litt zu Lebzeiten unter seinen heller strahlenden Mitbewerbern und war in dieser Klasse bis 1981 leider das letzte Volumenmodell mit Heckantrieb. Das sorgte dafür, dass der Wagen zuerst schlecht verkauft wurde, anschließend auch noch die wenig begehrten Modelle von Laien, die mit dem Heckantrieb auf Nässe nicht umzugehen wussten, häufig überaus früh ins Jenseits geschickt wurden. Die wenigen heute noch auf dem Markt erhältlichen Modelle sind daher leider entweder in völlig abgewracktem Zustand und werden verzweifelt zum Klassiker hochstilisiert, um nicht in die Presse zu müssen. Die Ersatzteillage ist katastrophal, selbst Schlachtexemplare sind kaum zu finden, da die schon seit Jahren geschlachtet sind.
Die Suche nach dem bizarr designten Modell mit dem Abfallenden Heck ist daher eine unnötige Tortour - Youngtimer-Portal-Tip daher: Lieber gleich zu einem Granada greifen oder sich in derselben Fahrzeugklasse nach Golf oder Kadett umsehen. Das Frontantriebsmodell, das 1981 mit revolutionärem Stummelheck die Wende bei Ford einläutete, hat leider, obwohl bereits seit über 20 Jahren auf dem Markt, keinerlei Youngtimer-Potential. 18 Jahre lang erhielt der Wagen derartig viele Facelifts und Überarbeitungen, die ihn attraktiv halten sollten, ohne, dass man ihn je grundlegend veränderte, dass der Wagen Gegen Ende der 90er Jahre eigentlich immer noch so aussah wie 1981, weshalb auch die ältesten Modelle in absehbarer Zeit im Strassenbild keinesfalls auffallen werden und eigentlich nur von Insidern als wirklich erhaltenwert erkannt werden - ansonsten sehen sie einfach wie langweilige alte Autos aus.
Für sie spricht ihre zwar einfallslose aber extrem solide und simple Technik ebenso wie ihre geradezu lächerlichen Einstandpreise. Manchmal sind Oma-Modelle mit 80.000 Kilometern auf der Uhr und nachgerüstetem Kat bereits ab 200€ zu haben. Teurer sind die XR3 / XR3i-Exemplare, die auch heute noch eine Menge Spass machen und nur einen Bruchteil Ihrer Mitbewerber von damals kosten - dennoch: auch diese sind optisch keine Youngtimer, auch das günstige Cabrio nicht. Die typischen Schwachstellen liegen eher im Detailbereich - die Schläuche der Modelle vor '92 neigen zu Porösität, die Bremsen verschleißen schnell - kritische Probleme gibt es kaum. Wer einen echten Klassiker in diesem Bereich sucht, muss sich nach den späten Sportmodellen der zweiten Serie umsehen: 1700 Sport und RS 2000. Die sind sehr selten und erreichen bereits erste preisliche Höhenflüge um 4000 Euro. Der Preis dieser Modelle dürfte sich jedoch bis etwa 2006 verdoppelt haben.
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